Konstruktionsprinzip gerader Gummirohre

Der Aufbau von Gummirohren ist in der Teilschnittzeichnung dargestellt. Die vom Fördergut berührte Gummischicht des Rohres ist auf den Anwendungs- und Einsatzfall angepaßt.

Für die Förderung von abrasiven Stoffen wird eine spezielle, besonders elastische Gummimischung mit hohem Reißwiderstand eingesetzt, die zu ihren hohen Standzeiten führt.
Ebenso können wir auf zahlreiche für den Korrosionsangriff abgestimmte Mischungen zurückgreifen, die aus einer jahrzehntelangen Entwicklung von Gummiqualitäten resultieren.

Der inneren Gummischicht folgt der Druckträger aus speziellem Cord. Die Cordlagen werden mit einem massiven Stahlkern in der Gummiwulst des Flansches verankert. Hinter die Wulst greift formschlüssig der profilierte Flansch des GUR. Mit dieser Konstruktion ist es möglich, sehr hohe Zugkräfte zu übertragen.

Der Gewebeeinlage folgt die für Gummirohre charakteristische Versteifungseinlage. Sie ist eine mehrteilige Stahlkonstruktion, die die Dimensionsstabilität und die fehlende Wärmeausdehnung des GUR sicherstellt und so die Voraussetzung für den kompensatorlosen Bau von Rohrleitungen schafft.

Abschließend ist die Konstruktion mit witterungsbeständigen und auf den Einsatzfall abgestimmten Gummischichten so abgedeckt, dass das Gummirohr GUR eine komplett von Gummi umschlossene, lückenlos vulkanisierte Vollgummikonstruktion ist.

Gummirohre haben an ihren Enden immer Flanschanschlüsse mit Dichtflächen, die integrierte O-Ringe enthalten. Zusätzliche Dichtungen werden nicht benötigt. Mit nur geringen Schraubkräften bei der Montage sind die Flanschverbindungen auf Dauer dicht und gegen sehr hohe Drücke beständig. Weitere Informationen gibt die Montageanleitung.